Lesen Sie hier den Bericht aus der aktuellen Sitzung des Gemeinderates Aichwald!

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Machtlos gegen Ausreißer

Aichwald Verwaltung stellt dem Gemeinderat den Energiebericht für 2017 vor Karin Ait Atmane

Alles ist relativ, auch ein Energiebericht. Kämmerer Andreas Jauß legte dem Aichwlder Gemeinderat die Auswertung der Gebäudedaten für 2017 vor. Sie werden vom Energieversorger EnBW erstellt und anhand von Durchschnittswerten ähnlicher Gebäude eingeordnet. Die meisten gemeindeeigenen Gebäude liegen dabei im grünen oder im „gelben“ Normalbereich – Ausreißer lassen nicht unbedingt eine Schlussfolgerung zu.

Beim Wärmeverbrauch schneidet das Rathaus Aichschieß, in dem die Diakonie- und Sozialstation ihren Sitz hat, nicht gut ab. Mit 115 Kilowattstunden Verbrauch pro Quadratmeter liegt sie im roten Bereich. Bis 2015 war das besser. Das erstaunt, wenn man bedenkt, dass das Gebäude vor relativ kurzer Zeit energetisch saniert und gedämmt wurde. Auf der anderen Seite kamen allerdings zusätzliche Räume und Nutzungen hinzu, es wird also auch zusätzlich geheizt. Von daher hinke der Vergleich zu früher, stellte der Kämmerer fest. Bei der Begegnungsstätte im Seniorenzentrum hat der hohe Wärmebedarf fast schon Tradition, ob das an der Steuerung liegt oder an den Bedürfnissen der Nutzer, ist offen. In beiden Fällen könne die Gemeinde nicht direkt Einfluss nehmen, erklärte Jauß, weil die Nutzer ja Dritte sind.

Und auch ein Ausreißer nach unten wie im Gemeindezentrum, das seinen Wärmeverbrauch im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert hat, ist schnell erklärt: 2016 mussten aufwendige Bautrocknungen vorgenommen werden, die viel Energie gekostet haben. 2017 waren dagegen Teile der Schule wegen des Umbaus lange ungenutzt, was wiederum Energie einsparte. Bislang wird das Gemeindezentrum mit den verschiedenen Bereichen der Schurwaldhalle, mit der Schule, dem Kinderhaus und dem Jugendhaus nur als Einheit betrachtet. Das soll sich aber ändern, ab dem Energiebericht 2018 sollen die Daten dann nach den verschiedenen Gebäuden aufgeschlüsselt werden.

 

Rücklage soll wieder wachsen

(aia). Weitgehend wie geplant, teilweise sogar etwas besser: Das war das Fazit von Kämmerer Andreas Jauß in seinem Finanzzwischenbericht, den er im Aichwalder Gemeinderat vorlegte. Auch sein Ausblick auf 2019 fiel positiv aus. Die Rücklagen, die im laufenden Jahr kräftig geschrumpft sind, sollen dann wieder etwas aufgefüllt werden. Das Finanzpolster der schuldenfreien Gemeinde betrug zum Jahresanfang noch 4,6 Millionen Euro, am Jahresende werden es voraussichtlich 1,5 Millionen Euro sein. Hintergrund dafür sind in erster Linie die Investitionen von mehr als drei Millionen Euro in die Schanbacher Schule, die saniert und umgebaut wurde. In ihrem Nebengebäude ist seit September auch eine Kinderkrippe untergebracht. Im nächsten Jahr werde man eine „sehr erfreuliche Zuführungsrate“ vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt erreichen und die Rücklage um 1,2 Millionen auffüllen können, kündigte Jauß an. Es ist das letzte Mal, dass die Gemeinde einen kameralistischen Haushaltsplan aufstellt, dann stellt sie auf Doppik um.

 



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