Aichwald Kindergarten und Schule in Aichschieß sind marode – Weichen für einen Neubau werden gestellt !

Nachdem die Sanierung der Grundschule in Schanbach mittlerweile abgeschlossen ist – die Gemeinde Aichwald investierte in den vergangenen drei Jahren fast acht Millionen Euro in diesen Schulstandort – konkretisieren sich jetzt Überlegungen, wie es mit den beiden Außenstellen in den Ortsteilen Aichelberg und Aichschieß weitergehen soll. In seiner Haushaltsrede hatte Bürgermeister Andreas Jarolim bereits Mitte Dezember signalisiert, dass der Gemeinderat im Februar oder März darüber entscheiden wird, was mit dem Kindergarten und der Schule in Aichschieß passieren soll. Je nachdem, wie die Entscheidung ausfällt, wird die Gemeinde dort bis ´

Nachdem die Sanierung der Grundschule in Schanbach mittlerweile abgeschlossen ist – die Gemeinde Aichwald investierte in den vergangenen drei Jahren fast acht Millionen Euro in diesen Schulstandort – konkretisieren sich jetzt Überlegungen, wie es mit den beiden Außenstellen in den Ortsteilen Aichelberg und Aichschieß weitergehen soll. In seiner Haushaltsrede hatte Bürgermeister Andreas Jarolim bereits Mitte Dezember signalisiert, dass der Gemeinderat im Februar oder März darüber entscheiden wird, was mit dem Kindergarten und der Schule in Aichschieß passieren soll. Je nachdem, wie die Entscheidung ausfällt, wird die Gemeinde dort bis zum Jahr 2023 zwischen fünf und sieben Millionen Euro investieren, sagte Jarolim.

Der Kindergarten in Aichschieß ist in einer Nachkriegsbaracke aus den 50er-Jahren untergebracht, die „abbruchreif“ ist, wie Ansgar Voorwold, Leiter des Aichwalder Bau- und Umweltamts, erklärte. Das Schulgebäude daneben ist derart marode, dass „eine wirtschaftliche Sanierung nicht gegeben ist“, ergänzte Voorwold. Deshalb haben der Kindergarten und die Schule in Aichschieß für die Gemeinde oberste Priorität.

Betroffene dürfen mitdiskutieren

In der Diskussion sind derzeit zwei Möglichkeiten. Entweder entscheidet sich der Gemeinderat für ein Bildungshaus, das sowohl einem neuen Kindergarten als auch einer neuen Grundschule Platz bieten würde, oder für ein reines Kinderhaus mit Kindergarten. In diesem Fall würde es in Aichschieß künftig keine Grundschule mehr geben. Momentan werden dort Erst- und Zweitklässler in einer gemischten Klasse gemeinsam unterrichtet, normalerweise gibt es zwei Klassen. Die Kinder der dritten und vierten Klasse pendeln heute schon nach Schanbach. Bürgermeister Andreas Jarolim hat sich bislang selbst noch nicht festgelegt, welche Lösung ihm am sinnvollsten erscheint. Er wolle abwarten, bis alle Fakten auf dem Tisch liegen. Anfang Januar steht ein Gespräch mit Vertretern des Schulamts an. „Wir müssen schauen, was vom Schulamt überhaupt mitgetragen wird“, sagte der Verwaltungschef.

Mitte Januar werden sich dann alle Beteiligten und Betroffenen an einen Tisch setzen und beraten, wo es lang gehen soll. Bei diesem Treffen sollen vor allem Vertreter der Schule und des Kindergartens sowie die Elternvertreter zu Wort kommen, kündigte Jarolim an. „Dann kann jede Interessensgruppe Stellung beziehen“, versichert er. Wenn danach noch immer kein gemeinsamer Weg gefunden sei, komme auch eine Bürgerversammlung in Betracht. Diese hatte Volker Haug, der Sprecher der CDU-Fraktion im Gemeinderat, bereits während der letzten Sitzung des Jahres vehement gefordert.

In derselben Sitzung hatte die Ratsrunde den Antrag der Verwaltung abgelehnt, 100 000 Euro für die Beauftragung des Stuttgarter Büros Kohler und Grohe zur Verfügung zu stellen. Dieses Büro sollte Vorschläge zur „Weiterentwicklung des Betreuungsstandorts Aichschieß entwickeln“ und einen entsprechenden Architektenwettbewerb vorbereiten. Wie die Diskussion zeigte, wollten sich die Ratsmitglieder allerdings nicht darauf festlegen, ohne das Büro vorher kennengelernt zu haben, wie unter anderem Uli Richter von der SPD sagte. „Das Büro hat sich bei uns noch nicht vorgestellt und wir wissen auch nicht, welche Leistungen wir für den Betrag bekommen“, kritisierte er.

Gemeinderat hält Geld noch zurück

Sein Fraktionskollege Michael Neumann regte an, dass die Verwaltung die Ausschreibung für den Wettbewerb doch auch selbst vorbereiten könne. Bauamtschef Voorwold bat den Gemeinderat indes, das beantragte Geld zu bewilligen. „Wenn wir das Verfahren machen wollen, müssen wir tätig werden“, sagte er. Er kenne keine andere Kommune, die so etwas selbst mache. Voorwold versicherte der Ratsrunde, dass Vertreter des Büros sich und das Verfahren selbst noch vorstellen werden. „Wir brauchen die Haushaltsmittel, wenn wir uns auf diesem Weg bewegen wollen“, betonte der Bauamtsleiter. Nach einer kontroversen Diskussion stimmte das Gremium schließlich dem Änderungsantrag der CDU zu, in einem ersten Schritt erst einmal nur 10 000 Euro anstatt die von er Verwaltung gewünschten 100 000 Euro freizugeben.

Doch egal ob Bildungshaus mit Schule oder Kinderhaus: Zuerst soll das Schulgebäude abgerissen werden und anschließen auf diesem Grundstück der Neubau entstehen, erklärte Voorwold. Während dieser Zeit werden die Schüler aus Aichschieß in jedem Fall nach Schanbach müssen. Ob sie danach nach Aichschieß zurückkehren werden, das wird der Gemeinderat entscheiden.

auf diesem Weg bewegen wollen“, betonte der Bauamtsleiter. Nach einer kontroversen Diskussion stimmte das Gremium schließlich dem

Aichwald Kindergarten und Schule in Aichschieß sind marode – Weichen für einen Neubau werden gestellt Andreas Kaier

Nachdem die Sanierung der Grundschule in Schanbach mittlerweile abgeschlossen ist – die Gemeinde Aichwald investierte in den vergangenen drei Jahren fast acht Millionen Euro in diesen Schulstandort – konkretisieren sich jetzt Überlegungen, wie es mit den beiden Außenstellen in den Ortsteilen Aichelberg und Aichschieß weitergehen soll. In seiner Haushaltsrede hatte Bürgermeister Andreas Jarolim bereits Mitte Dezember signalisiert, dass der Gemeinderat im Februar oder März darüber entscheiden wird, was mit dem Kindergarten und der Schule in Aichschieß passieren soll. Je nachdem, wie die Entscheidung ausfällt, wird die Gemeinde dort bis zum Jahr 2023 zwischen fünf und sieben Millionen Euro investieren, sagte Jarolim.

Der Kindergarten in Aichschieß ist in einer Nachkriegsbaracke aus den 50er-Jahren untergebracht, die „abbruchreif“ ist, wie Ansgar Voorwold, Leiter des Aichwalder Bau- und Umweltamts, erklärte. Das Schulgebäude daneben ist derart marode, dass „eine wirtschaftliche Sanierung nicht gegeben ist“, ergänzte Voorwold. Deshalb haben der Kindergarten und die Schule in Aichschieß für die Gemeinde oberste Priorität.

Betroffene dürfen mitdiskutieren

In der Diskussion sind derzeit zwei Möglichkeiten. Entweder entscheidet sich der Gemeinderat für ein Bildungshaus, das sowohl einem neuen Kindergarten als auch einer neuen Grundschule Platz bieten würde, oder für ein reines Kinderhaus mit Kindergarten. In diesem Fall würde es in Aichschieß künftig keine Grundschule mehr geben. Momentan werden dort Erst- und Zweitklässler in einer gemischten Klasse gemeinsam unterrichtet, normalerweise gibt es zwei Klassen. Die Kinder der dritten und vierten Klasse pendeln heute schon nach Schanbach. Bürgermeister Andreas Jarolim hat sich bislang selbst noch nicht festgelegt, welche Lösung ihm am sinnvollsten erscheint. Er wolle abwarten, bis alle Fakten auf dem Tisch liegen. Anfang Januar steht ein Gespräch mit Vertretern des Schulamts an. „Wir müssen schauen, was vom Schulamt überhaupt mitgetragen wird“, sagte der Verwaltungschef.

Mitte Januar werden sich dann alle Beteiligten und Betroffenen an einen Tisch setzen und beraten, wo es lang gehen soll. Bei diesem Treffen sollen vor allem Vertreter der Schule und des Kindergartens sowie die Elternvertreter zu Wort kommen, kündigte Jarolim an. „Dann kann jede Interessensgruppe Stellung beziehen“, versichert er. Wenn danach noch immer kein gemeinsamer Weg gefunden sei, komme auch eine Bürgerversammlung in Betracht. Diese hatte Volker Haug, der Sprecher der CDU-Fraktion im Gemeinderat, bereits während der letzten Sitzung des Jahres vehement gefordert.

In derselben Sitzung hatte die Ratsrunde den Antrag der Verwaltung abgelehnt, 100 000 Euro für die Beauftragung des Stuttgarter Büros Kohler und Grohe zur Verfügung zu stellen. Dieses Büro sollte Vorschläge zur „Weiterentwicklung des Betreuungsstandorts Aichschieß entwickeln“ und einen entsprechenden Architektenwettbewerb vorbereiten. Wie die Diskussion zeigte, wollten sich die Ratsmitglieder allerdings nicht darauf festlegen, ohne das Büro vorher kennengelernt zu haben, wie unter anderem Uli Richter von der SPD sagte. „Das Büro hat sich bei uns noch nicht vorgestellt und wir wissen auch nicht, welche Leistungen wir für den Betrag bekommen“, kritisierte er.

Gemeinderat hält Geld noch zurück

Sein Fraktionskollege Michael Neumann regte an, dass die Verwaltung die Ausschreibung für den Wettbewerb doch auch selbst vorbereiten könne. Bauamtschef Voorwold bat den Gemeinderat indes, das beantragte Geld zu bewilligen. „Wenn wir das Verfahren machen wollen, müssen wir tätig werden“, sagte er. Er kenne keine andere Kommune, die so etwas selbst mache. Voorwold versicherte der Ratsrunde, dass Vertreter des Büros sich und das Verfahren selbst noch vorstellen werden. „Wir brauchen die Haushaltsmittel, wenn wir uns auf diesem Weg bewegen wollen“, betonte der Bauamtsleiter. Nach einer kontroversen Diskussion stimmte das Gremium schließlich dem Änderungsantrag der CDU zu, in einem ersten Schritt erst einmal nur 10 000 Euro anstatt die von er Verwaltung gewünschten 100 000 Euro freizugeben.

Doch egal ob Bildungshaus mit Schule oder Kinderhaus: Zuerst soll das Schulgebäude abgerissen werden und anschließen auf diesem Grundstück der Neubau entstehen, erklärte Voorwold. Während dieser Zeit werden die Schüler aus Aichschieß in jedem Fall nach Schanbach müssen. Ob sie danach nach Aichschieß zurückkehren werden, das wird der Gemeinderat entscheiden.

der CDU zu, in einem ersten Schritt erst einmal nur 10 000 Euro anstatt die von er Verwaltung gewünschten 100 000 Euro freizugeben.

Doch egal ob Bildungshaus mit Schule oder Kinderhaus: Zuerst soll das Schulgebäude abgerissen werden und anschließen auf diesem Grundstück der Neubau entstehen, erklärte Voorwold. Während dieser Zeit werden die Schüler aus Aichschieß in jedem Fall nach Schanbach müssen. Ob sie danach nach Aichschieß zurückkehren werden, das wird der Gemeinderat entscheiden.



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